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| Kommunikation schafft Verbindung |
Man kann nicht nicht kommunizieren, das stellte Watzlawick fest. Kommunikation ist gerade bei Veränderungsprozessen das Bindemittel, das alle zusammenhält. Manchmal wirkt Kommunikation auch wie ein Schmiermittel, das Veränderungen möglich und gestaltbar macht. Das sagte nicht Watzlawick, das behaupte ich.
Bei unserem dritten Baustein am isb in Wiesloch geht es um Diagnose und Architektur von Veränderungsprozessen.
Und damit um die Frage, wen brauche ich wann auf welcher Bühne, um neue Projekte oder Vorhaben umzusetzen. Dabei gilt es erst einmal, sich genau anzusehen, wie der Status Quo, die Rollenverteilung, das wirtschaftliche und soziale Umfeld sind, auf welche Kompetenzen man zurückgreifen, welche man neu schaffen kann, wo die Chancen und Grenzen liegen. Als praktisches Hilfsmittel dient das Diagnose Rad.
Dass dieses Rad etwas ins Rollen bringt, zumindest in unseren Köpfen, erproben wir in Kleingruppen mit je einem konkreten Change-Fallbeispiel.
Was sich dabei herauskristallisiert, ist die Wirkung von Hypothesen: Sie öffnen die Perspektive, machen neue Denk- und Aktionsansätze möglich. Und sie liefern die Grundlage für die Architektur der Veränderung. Diese Architektur hat ganz viel mit dem Häuserbauen zu tun. Wie beim Bauen bedarf es ein tragfähiges Fundament und eine ausbalancierte Statik. Aber, und das ist ein wesentlicher Unterschied, die Architektur von Veränderungsprozessen ist eine Skizze, kein Masterplan. Daher sind nicht alle Phasen von der Planung bis zum Richtfest in Stein gemeißelt. Es darf feingetunt, manchmal auch nachgebessert werden, wenn die Erfahrungen zeigen, dass eine Akzentverschiebung den Veränderungsprozess fördert. Denn es geht schlussendlich darum, gemeinsam etwas aufzubauen, das den internen und externen Anforderungen adäquater entspricht als das Bisherige.
Kommunikation bedeutet Mit-Teilen
Was mir dabei wesentlich erscheint ist, dass alle auch wissen, dass gebaut wird, wozu gebaut wird und wie das Haus aussehen wird (um im Architektur-Bild zu bleiben). Kurzum es geht um Kommunikation. Um mein Steckenpferd. Und um das, was jede Gemeinschaft und damit auch ganz wesentlich ein Unternehmen im Innersten zusammenhält.

